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Camillo Paravicini erhält Manor Kunstpreis

Der Bündner Künstler Camillo Paravicini (*1987) wird mit dem mit 15'000 Franken dotierten Manor Kunstpreis Chur 2021 geehrt. Mit dem Manor Kunstpreis ist eine Einzelausstellung im Bündner Kunstmuseum Chur und die Herausgabe einer Publikation verbunden. Die Preisübergabe erfolgt im Rahmen der Vernissage im März 2021.

Das künstlerische Schaffen von Camillo Paravicini gleicht einem Bilderstrom aus Aneignungen, Parodien und Verfremdungen. Unbelastet bezieht er sich auf Subkultur, Comic, Konsum, Kulinarik, Design, Musik oder Literatur. Aus diesem Prozess gehen Werke hervor, die sich durch eine breite mediale Vielfalt auszeichnen. Mit Hang zur Übertreibung, aber handwerklich immer gewandt, realisiert Camillo Paravicini Ölgemälde, Fotografien, Druckgrafiken, Hinterglasmalereien, Filme oder Skulpturen. Hinter der schelmischen Wirkung seiner Arbeiten verbergen sich oft zeitintensive Produktionsprozesse. Seine Werke wirken unberechenbar und strotzen vor Schalk und Ironie.

Camillo Paravicinis Arbeit entzieht sich elegant einer einfachen Kategorisierung. Indem er Inhalte überzeichnet, Sehgewohnheiten hinterfragt oder Erwartungen untergräbt, durchleuchtet er die Mechanismen von Gemeinschaften wie dem Kunstbetrieb. In einer Welt, die immer stärker von kommerziellen Interessen angetrieben wird, lenkt die Arbeit von Camillo Paravicini auf skurrile Weise den Blick auf die kulturelle Bedeutung, welche der Kunst zu Grunde liegt.

Kurzbiografie Camillo Paravicini
Camillo Paravicini (*1987) ist in Poschiavo und Luzern aufgewachsen. Er hat an der Ecole cantonale d’art de Lausanne (BA) sowie an der Glasgow School of Art (MA) bildende Kunst studiert. Seine Arbeit war in den letzten Jahren in verschiedenen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Camillo Paravicini lebt und arbeitet in Basel.

Ein Engagement für die junge Schweizer Kunstszene
Als einer der wichtigsten Förderpreise des zeitgenössischen Kunstschaffens ist der Manor Kunstpreis ein herausragendes Engagement für das junge Schweizer Kunstschaffen. Ein Blick auf die Liste der Preisträgerinnen und Preisträger zeigt, dass der Manor Kunstpreis zum internationalen Durchbruch einer ganzen Reihe von Kunstschaffenden, wie zum Beispiel Silvia Bächli (Aarau 1990), Pipilotti Rist (St. Gallen 1994), Albrecht Schnider (Luzern 1994), Yves Netzhammer (Schaffhausen 1998), Andriu Deplazes (Chur 2019) oder Christoph Büchel (St. Gallen 2000) beigetragen hat.