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Download des Jahresprogramms 2012 als PDF
Jahresprogramm 2012 (PDF)

Bündner Kunstmuseum
Postplatz
CH–7000 Chur
Tel. ++41 81 257 28 68
Fax ++41 81 257 21 72
E-mail: info(at)bkm.gr.ch

Öffnungszeiten
Montag geschlossen
Di–So 10–17 Uhr
Donnerstag 10–20 Uhr

Archiv Ausstellungen 2012

Plakat Jahresausstellung von Javier Miguel Verme / Ramun Spescha
  • Ausstellungsansicht Jahresausstellung
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Jahresausstellung der Bündner Künstlerinnen und Künstler

Bündner Kunstmuseum Chur, 9. Dezember 2012 bis 20. Januar 2013

Video zur Ausstellung

Zum Abschluss des Ausstellungsprogramms 2012 präsentiert das Bündner Kunstmuseum Chur die Jahresausstellung der Bündner Künstlerinnen und Künstler. Die Ausstellung bietet einen Überblick über das aktuelle Kunstschaffen in und aus Graubünden. In diesem Jahr wurden 52 Künstlerinnen und Künstler eingeladen, ihre Werke zu zeigen.

Einmal mehr bildet die beliebte Jahresausstellung der Bündner Künstlerinnen und Künstler den Abschluss des Ausstellungsprogrammes im Bündner Kunstmuseum Chur. Teilnahmeberechtigt sind Kunstschaffende, die Bürger bzw. Bürgerinnen von Graubünden oder hier aufgewachsen sind sowie alle, die seit mindestens einem Jahr festen Wohnsitz im Kanton haben. Die Künstlerinnen und Künstler haben sich mit einer Dokumentation und einem Ausstellungsvorschlag von maximal drei Werken um die Teilnahme an der Ausstellung beworben. Sämtliche Eingaben wurden juriert, das heisst zur Ausstellung zugelassen oder abgewiesen. Die Jury setzte sich zusammen aus einer Vertreterin des Bündner Kunstvereins (Nina von Albertini), zwei Vertretern der Bündner Kunstschaffenden (Corsin Fontana, Ursula Palla), aus einem in freier Wahl bestimmten Mitglied (Caroline Morand, Kulturfachstelle Stadt Chur) sowie aus einer auswärtigen Expertin (Dorothee Messmer, Direktorin Kunstmuseum Olten). Aus den 149 Bewerbungen hat die Jury 52 Künstlerinnen und Künstler für die Ausstellung zugelassen. Auch dieses Jahr stellt das Bündner Kunstmuseum zusätzlich zum Sulserbau auch Teile der Villa Planta für eine grosszügige Präsentation der Werke zur Verfügung.

Die öffentliche Vernissage der Ausstellung findet am Samstag, 8. Dezember, 17 Uhr statt. Während der Ausstellung gibt es jeden Donnerstagabend eine öffentliche Führung sowie eine Kunstbar, die zum Austausch zwischen den Kunstschaffenden und dem interessierten Publikum einlädt. Die Ausstellung dauert bis zum 20. Januar 2013.

Stephan Kunz

Dieses Jahr nehmen folgende Künstlerinnen und Künstler teil:
Remo Albert Alig | Elia Aubry | Julia Barandun | Mirko Baselgia | Andri Bischoff | Flurin Bischoff | Gabriela Brühwiler | Bianca Brunner Marc Bundi | Notta Caflisch | Evelina Cajacob | Claudio Casapulla | Urs Cavelti | Flavia Caviezel | Kurt Caviezel | Gianin Conrad | Livia Di Giovanna | Menga Dolf | Christoph Draeger | Milena Ehrensperger | frölicher/bietenhader | Conrad Jon Godly | Gabriele Horndasch | Chris Hunter | Monica Ursina Jäger | Patricia Jegher | Heiner Kielholz | Zilla Leutenegger | Catrin Lüthi K | Gaspare O. Melcher | Nara Pfister | Ramona Proyer | Florio Puenter | Christian Ratti/So:ren Berner | Daniel Rohner | Christoph Rütimann | Gaudenz Signorell | Gioni Signorell | Venice Spescha | Jules Spinatsch | Christina Schmid | Miguela Tamo | Georg Tannò | Javier Miguel Verme | Corsin Vogel | Hannes Vogel | Monika von Aarburg | Pascale Wiedemann/Daniel Mettler | Lydia Wilhelm | Dominik Zehnder | Thomas Zindel | Anna-Sabina Zürrer

 

Vernissage
Samstag, 8. Dezember, 17 Uhr

Es sprechen Martin Jäger, Regierungsrat, Stephan Kunz, Direktor Bündner Kunstmuseum Chur und Andrea Masüger, CEO Südostschweiz Medien

Anschliessend Fest im Blauen Saal des Hotels Drei Könige mit Essen und Live-Musik von Brandy Butler & The Fonxionaires

Öffentliche Führungen
jeweils donnerstags, 18 Uhr

13. Dezember 2012
20. Dezember 2012
3. Januar 2013
10. Januar 2013
17. Januar 2013 

Kunstbar
jeweils donnerstags, ab 17 Uhr

13. Dezember 2012 (mit Menga Dolf und Gianin Conrad)
20. Dezember 2012 (mit Emmi Schmucki und Carla Trachsler)
03. Januar 2013 (mit Eveline Cantieni und Claudia Schmid)
10. Januar 2013 (mit Sandra Capaul und Ursula Palla)
17. Januar 2013 (mit Remo Albert Alig und Chris Hunter)

Kunstvermittlung

Kinderatelier
Ich lade euch ein mit mir zu schauen und zu staunen und nachher im Atelier selber lustvoll zu gestalten. Anmeldungen bis einen Tag vor der Veranstaltung. alexa.giger@bkm.gr.ch oder 081 257 28 72 

Für Kinder von 6 – 10 Jahren
12. Dezember, 14 bis 16 Uhr        

Verleihung des 2. Kunstpreises des Südostschweiz Medien
Montag, 7. Januar 2013, 18.30 Uhr

Rémy Zaugg, Furkapass, 1988 (Foto: Aufdi Aufdermauer)
Ausstellungsansicht Rémy Zaugg
Ausstellungsansicht Rémy Zaugg
Ausstellungsansicht Rémy Zaugg
Ausstellungsansicht Rémy Zaugg

Rémy Zaugg. 1988-08-19: 10–18

Bündner Kunstmuseum Chur, 8. September bis 18. November 2012

Das Bündner Kunstmuseum Chur wartet diesen Herbst mit einem reichen Ausstellungsprogramm auf. Zwei neue Ausstellungen widmen sich zwei wichtigen Schweizer Künstlern, die sich intensiv mit Fragen der Malerei, des Bildes und der Wahrnehmung beschäftigt haben: Rémy Zaugg und Adrian Schiess treten beide mit der Kunstgeschichte in Dialog und gehen dabei ganz eigene Wege. Um die Arbeit von Rémy Zaugg integral zeigen zu können, bleibt das Bündner Kunstmuseum während dieser Ausstellung jeweils bis 18 Uhr geöffnet.

1988 hat der Schweizer Künstler Rémy Zaugg (1943–2005) auf der Furka-Passhöhe Im Rahmen der 1984 von Marc Hostettler ins Leben gerufen und bis 2003 verantworteten FURKART eine denkwürdige Aktion durchgeführt: Während acht Stunden, so lange wie die Museen durchschnittlich pro Tage geöffnet haben, stellte er sich mit Staffelei und Leinwand in der Tradition der Pleinairmaler in die Berglandschaft. Als «Bild» entstand in dieser Malaktion eine lediglich mit weisser Farbe bemalte Bildfläche. Rémy Zaugg reflektiert dabei die Tradition der Alpenmalerei ebenso wie die visuelle Vereinnahmung der Berglandschaft. Von der ephemeren Aktion zeugen heute das Gemälde und eine Videoaufzeichnung, die als zusammengehöriges Werk gedacht und nun erstmals in einer Ausstellung gezeigt werden, ergänzt um weiteres dokumentarisches Material. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit Institut Furkablick/Alfred Richterich Stiftung und der Videocompany Zofingen. Von den verschiedenen diskutierten möglichen Arbeiten wurden drei realisiert. Das Werk Ohne Titel (1988-08-19: 10–18) ist als einziges vollständig erhalten.

Rémy Zaugg. 1988-08-19: 10–18: Zur Ausstellung von Rémy Zaugg erscheint in der Edition Voldemer, Zürich eine bebilderte Dokumentation der Aktion von Rémy Zaugg mit zwei Texten des Künstlers.

Vernissage
7. September 2012, 18 Uhr
Begrüssung und Einführung: Stephan Kunz, Direktor Bündner Kunstmuseum

Einführung für Lehrpersonen
19. September, 17 bis 19 Uhr, Anmeldung erforderlich

Adrian Schiess 2012
Ausstellungsansicht Adrian Schiess. Nizza schön, 14˚
Ausstellungsansicht Adrian Schiess. Nizza schön, 14˚
Ausstellungsansicht Adrian Schiess. Nizza schön, 14˚
Ausstellungsansicht Adrian Schiess. Nizza schön, 14˚
Ausstellungsansicht Adrian Schiess. Nizza schön, 14˚
Ausstellungsansicht Adrian Schiess. Nizza schön, 14˚
Ausstellungsansicht Adrian Schiess. Nizza schön, 14˚
Ausstellungsansicht Adrian Schiess. Nizza schön, 14˚

Adrian Schiess: Nizza schön, 14° 

Bündner Kunstmuseum Chur, 8. September bis 18. November 2012

Das Bündner Kunstmuseum Chur wartet diesen Herbst mit einem reichen Ausstellungsprogramm auf. Zwei neue Ausstellungen widmen sich zwei wichtigen Schweizer Künstlern, die sich intensiv mit Fragen der Malerei, des Bildes und der Wahrnehmung beschäftigt haben: Rémy Zaugg und Adrian Schiess treten beide mit der Kunstgeschichte in Dialog und gehen dabei ganz eigene Wege.

Adrian Schiess (*1959) ist mit seinen «Flachen Arbeiten» bekannt geworden: mit Industrielack bemalte Bildtafeln, die liegend präsentiert werden und als Bildträger für Spiegelungen und Reflexionen fungieren. Parallel dazu ist ein reiches malerisches und fotografisches Werk entstanden, das im Zentrum der Ausstellung im Bündner Kunstmuseum steht. In den verschiedenen Werkgruppen offenbart sich die grosse Offenheit des Künstlers bei seiner unablässigen Befragung des Bildes. Er macht Prozesse der Entstehung seiner Werke sichtbar und stellt vor allem immer wieder die Erscheinungsweisen der Malerei in Zeit und Raum und bei wechselndem Licht zur Diskussion. Dementsprechend ist die Präsentation seiner Arbeiten stark auf den spezifischen Ort ausgerichtet und macht diesen auf neue Art erfahrbar. Für die Ausstellung werden sämtliche Zwischenwände des sogenannten Sulserbaus entfernt und die Fenster geöffnet. Zusätzlich werden einzelne Werke von Adrian Schiess in die Sammlungsausstellung integriert und treten in Dialog mit Werken u.a. von Augusto Giacometti.

Katalog
Adrian Schiess. Werke 1978-2012: Zur Ausstellung von Adrian Schiess erscheint eine Werkmonographie im Rahmen der Reihe Binding Séléction d’artistes. Sie bietet einen Überblick über das Schaffen von Adrian Schiess von 1978-2012 mit zahlreichen Abbildungen sowie Texten von Roman Kurzmeyer, Ulrich Look, Christian Spies und einem Gespräch zwischen Stephan Kunz, Christel Raussmüller und Adrian Schiess. Hrsg. Stephan Kunz und Roman Kurzmeyer, Kehrer Verlag, Heidelberg.

Vernissage
7. September 2012, 18 Uhr
Begrüssung und Einführung: Stephan Kunz, Direktor Bündner Kunstmuseum

Öffentliche Führungen
Donnerstags, 18 Uhr
13. September, 27. September, 11. Oktober, 25. Oktober, 15. November

Einführung für Lehrpersonen
19. September, 17 bis 19 Uhr, Anmeldung erforderlich

Naoya Hatakeyama, Blast 5416, 1998/99, Cibachrome, 100 x 150 cm, dz Bank Kunstsammlung im Städel Museum, Städel Museum, Frankfurt a. M.
Ausstellungsansicht Präparat Bergsturz (Arbeitsraum)
Ausstellungsansicht Präparat Bergsturz (Arbeitsraum)
Ausstellungsansicht Präparat Bergsturz (Mathis, Zehnder)
Ausstellungsansicht Präparat Bergsturz (Mathis, Zehnder)
Ausstellungsansicht Präparat Bergsturz (Schwander, Kretschmann)
Ausstellungsansicht Präparat Bergsturz (Schwander, Kretschmann)
Ausstellungsansicht Präparat Bergsturz (Signer)
Ausstellungsansicht Präparat Bergsturz (Signer)

Präparat Bergsturz
Konservierte Bewegung

Bündner Kunstmuseum Chur, 25. August bis 18. November 2012

Der von Naturgewalten geprägte Lebensraum Graubündens steht im Zentrum  von «Präparat Bergsturz». Ausgehend vom Flimser Bergsturz stellt sich die Frage, wie ein derartiges längst vergangenes Ereignis heute sichtbar und eine so plötzliche Bewegung haltbar gemacht werden können. Die Ausstellung steht im Zusammenhang mit dem gleichnamigen Nationalfondsprojekt an der Hochschule der Künste Bern und versammelt Arbeiten von 16 Kunstschaffenden.

Ein Forschungsteam mit der Wissenschaftshistorikerin Priska Gisler und den Kunstschaffenden Florian Dombois, Schirin Kretschmann und Markus Schwander hat sich der Aufgabe verschrieben, sich dem Flimser Bergsturz künstlerisch und theoretisch anzunähern. Das Instrumentarium für diese Auseinandersetzung bildet das Präparat, ein aus den Naturwissenschaften bekanntes Verfahren zur Freistellung, Herrichtung und Konservierung eines bestimmten Gegenstands. Die Besonderheit des Präparats liegt in seiner Materialität. Im Gegensatz zu einem Modell, besteht ein Präparat immer aus demselben Stoff wie das zu zeigenden Phänomen. Wie bringt man nun den Bergsturz ins Museum?

Neben den neu entstehenden Audioinstallationen und Rauminterventionen von Dombois, Kretschmann und Schwander werden ausgewählte Positionen vorwiegend zeitgenössischer Kunstschaffender gezeigt, die Strategien des Präparierens entwickeln oder dem Stürzen des Berges nachgehen, wobei die Widersprüchlichkeit, Bewegung fixieren zu wollen im Zentrum steht. Mit Roman Signers neuer Installation „Steinschlag“ wird nicht nur die Wucht fallender Steine, sondern auch die skulpturale, formende Kraft eines solchen Ereignisses nachvollzogen. Gereon Leppers Felsbrocken drehen in einem Zylinder im ewigen Zyklus von Stillstand und Losbrechen. Beide Arbeiten verweisen modellhaft auf die Mechanismen des Bergsturzes, aber nähern sich dem Präparatsbegriff durch die Verwendung realen Gesteins mit seinen akustischen, olfaktorischen und physikalischen Eigenschaften. Katja Schenker und Esther Mathis schaffen noch deutlichere Bezüge zum geologischen Präparat, um sie gleichzeitig zu unterlaufen.

Auch wenn die systematische Akribie von Mark Boyle’s Erdoberflächenpräparaten oder Dominik Zehnders negativer, auf die Fehlstelle verweisender Felsabguss an eine naturwissenschaftliche Praxis anlehnen, so bietet die Kunst überwiegend metaphorische Parallelen und nicht-sprachliche Erkenntnisse bezüglich des Materials und seiner Eigenschaften. Die Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft wird in diesem Projekt bewusst thematisiert, Wissenschaftsforscher und Geologen in die Diskussion einbezogen, da sich die beiden Bereiche immer schon durchdrungen haben. So waren im Churer Museum die naturwissenschaftliche und die Kunstsammlung lange unter demselben Dach versammelt. Darüber hinaus gelang 2009 mit „Vermessen. Strategien zur Erfassung von Raum“ bereits eine erste Ausstellung mit interdisziplinärem Ansatz, was in „Präparat Bergsturz“ nun Fortsetzung findet. (Tagesschaubeitrag)

Katharina Ammann


KünstlerInnen
Mathias Balzer, Boyle Family, Florian Dombois, Naoya Hatakeyama, Andreas Renatus Högger, Schirin Kretschmann, Gereon Lepper, Esther Mathis, Matthäus Merian, Katja Schenker, Markus Schwander, Roman Signer, Robert Smithson, Daniel Spoerri, Monica Studer /Christoph van den Berg, Dominik Zehnder

Katalog
Präparat Bergsturz. Band 1, herausgegeben von Katharina Ammann und Priska Gisler, mit Beiträgen von Katharina Ammann, Flavio Anselmetti, Priska Gisler, Christoph Hoffmann, Stephan Kunz, Reinhard Wendler, Bündner Kunstmuseum Chur, Hochschule der Künste Bern, Luzern/Poschiavo: Edizioni Periferia, 2012
88 Seiten, 42 Abbildungen, CHF 28.- / 25.- für BKV-Mitglieder

Vernissage
24. August, 18 Uhr
Begrüssung: Stephan Kunz, Direktor Bündner Kunstmuseum
Einführung: Dr. Katharina Ammann, Konservatorin Bündner Kunstmuseum

Rundgang mit KünstlerInnen und Experten
06. September, 18 Uhr mit Prof. Flavio Anselmetti, Geologe
20. September, 18 Uhr mit Dr. Reinhard Wendler, Kunstwissenschaftler
18. Oktober, 18 Uhr mit Prof. Dr. Christoph Hoffmann, Wissenschaftshistoriker

Öffentliche Führungen
Donnerstags, 18 Uhr
30. August, 04. Oktober, 01. November

Konzert Kammerphilharmonie Graubünden
20. Oktober, 20 Uhr
Bergsturz – Werke von Grieg und Müller mit dem Bernina Quartett

Achtung Bergsturz!
Wie tönt es, wenn Berge einstürzen und Steine ins Tal rollen? Mit unterschiedlichen Instrumenten vertonen wir einzelne Werke in der Ausstellung.
Atelier I (Kinder von 6 - 9 Jahren)
5. September, 14 bis 16 Uhr
Atelier II (Kinder von 9 - 12 Jahren)
12. September, 14 bis 16 Uhr
Atelier rumantsch
Ils 19 da settember, da las 14 fin las 16

Einführung für Lehrpersonen
19. September, 17 bis 19 Uhr, Anmeldung erforderlich

André Thomkins. Lackskins, Plakat 2012
Ausstellungsansicht André Thomkins. Lackskins
Ausstellungsansicht André Thomkins. Lackskins
Ausstellungsansicht André Thomkins. Lackskins
Ausstellungsansicht André Thomkins. Lackskins
Ausstellungsansicht André Thomkins. Lackskins
Ausstellungsansicht André Thomkins. Lackskins
Ausstellungsansicht André Thomkins. Lackskins
Ausstellungsansicht André Thomkins. Lackskins

André Thomkins. Lackskins

Bündner Kunstmuseum Chur, 26. Mai bis 26. August 2012

André Thomkins gehört zu den vielseitigsten Schweizer Künstlern des 20. Jahrhunderts. Zu seinen eigenwilligsten Erfindungen gehören die Lackskins: eine Malerei mit flüssiger Farbe auf Wasser. Das Bündner Kunstmuseum widmet dieser grossartigen Werkgruppe eine umfassende Ausstellung und eröffnet damit einen neuen Zugang zu diesem faszinierenden Werk.

André Thomkins (1930–1985) ist als meisterhafter Zeichner und Wortkünstler bekannt. Er beherrschte die klassischen Bildmedien wie kein anderer, gleichzeitig experimentierte er aber auch mit verschiedenen Techniken und Materialien. So entwickelte er Mitte der 1950er-Jahre seine Lackskins, in denen er mit Lack auf Wasser malte und zeichnete und auf diese Weise Bilder von ungeheuer imaginativer Wirkung erzeugte. Der Lack fällt als Tropfen oder fliesst als Faden auf das Wasser und bildet eine Haut, die sich kontinuierlich verändert und gleichzeitig manipuliert werden kann. Zu einem bestimmten Zeitpunkt fixierte Thomkins die Bewegung, indem er das schwimmende Bild auf ein Papier abzog. Damit stehen die Lackskins ebenso dem Zufall wie dem künstlerischen Zugriff offen. Sie verlangen vom Künstler wie vom Betrachter Geduld und Bereitschaft, sich auf den Bildungstrieb der Stoffe einzulassen und darin eine reiche Bilderwelt zu entdecken.

André Thomkins knüpfte mit seinen Lackskins an alte Techniken wie der Herstellung von Marmorpapier an und erweiterte diese. Gleichzeitig fand er damit in der Hochblüte der abstrakten Malerei eigene Wege und schuf Verbindungen zu Diskussionen der künstlerischen Avantgarde seiner Zeit. Die Ausstellung zeigt erstmals umfassend diese grossartige Werkgruppe, die überraschend viele Facetten der Kunst von André Thomkins offenbart und einen neuen Zugang zu diesem faszinierenden Werk eröffnet. «Geographisch gesehen», sagte André Thomkins, «triftet Lackskin vor Schlaraffenland, wo Milch und Honig fliessen…»

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Nachlass des Künstlers im Kunstmuseum Liechtenstein, wo eine grosse Thomkins-Retrospektive für 2013 vorbereitet wird.        

Stephan Kunz, Direktor Bündner Kunstmuseum

Vernissage
Freitag, 24. Mai 2012, 18 Uhr
Begrüssung und Einführung: Stephan Kunz, Direktor Bündner Kunstmuseum

Katalog
André Thomkins. Lackskins, herausgegeben von Stephan Kunz und Dagmar Streckel, mit einer Einführung von Stephan Kunz und Texten von André Thomkins, Daniel Spoerri und Carlheinnz Caspari, Scheidegger & Spiess, 2012, 160 Seiten, ca. 110 farbige Abbildungen, CHF 35.- / CHF 30.- für BKV-Mitglieder.  

Öffentliche Führungen
An den Donnerstagen, 31. Mai, 7. Juni (anschliessend Konzert),  14. Juni (anschliessend Konzert), 12. Juli, 16. August, 23. August, jeweils 18 Uhr

Sprache und Musik – Sonderveranstaltungen im Rahmen der Ausstellung von André Thomkins
Donnerstag, 7. Juni, 19 Uhr
Palindrome und Trümpi, Lesung und Konzert von und mit ANTON BRUHIN

Donnerstag, 14. Juni, 19 Uhr
Lesung und Konzert von und mit EDU HAUBENSAK
Der blaue Himmel (Gedichte)
Three Timpani (Komposition für drei Pauken und diverse Schlaginstrumente). Martin Lorenz, Schlagzeug

Kinderateliers
ATERLIER I: Für Kinder von 6–8 Jahren, 6. Juni, 14bis 16 Uhr
ATERLIER II: Für Kinder von 9–12 Jahren, 20. Juni, 14 bis 16 Uhr
ATELIER RUMANTSCH: ils 27 da zercladur, da las 14 fin las 16

Einführung für Lehrpersonen
6. Juni, 17 bis 19 Uhr, Anmeldung erforderlich

Die Ausstellung wird unterstützt durch die Graubündner Kantonalbank sowie einer nicht genannt sein wollenden Stiftung.

 

Monika von Aarburg
Ausstellungsansicht Video
Ausstellungsansicht Video
Ausstellungsansicht Video
Ausstellungsansicht Video
Ausstellungsansicht Video
Ausstellungsansicht Video
Ausstellungsansicht Video
Ausstellungsansicht Video

Video

Bündner Kunstmuseum Chur, 9. Juni bis 5. August 2012

Das Bündner Kunstmuseum hat begonnen, in wechselnden Ausstellungen im Untergeschoss der Villa Planta besondere Aspekte der Sammlung zu thematisieren. Nach der Zeichnungsausstellung „Gewebe“ folgt nun mit „VIDEO“ eine neue Präsentation, die den Schwerpunkt auf das bewegte Bild legt.

Das Bündner Kunstmuseum verfügt über einen kleinen, aber feinen Bestand von Videokunst, der bis in die Pionierzeit der Schweizer Videokunstszene der 1970er Jahre zurückgeht und in die jüngste Zeit reicht. In unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksweisen und Präsentationsformen wird in der Ausstellung V I D E O – ich sehe – unser Sehvermögen ganz bewusst angesprochen. In Kombination mit Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen aus der Sammlung werden Arbeiten gezeigt von Monika von Aarburg, Evelina Cajacob, Flavia Caviezel, Fischli / Weiss, Gerber / Bardill, Zilla Leutenegger, Jean Otth, Ursula Palla, Christoph Rütimann oder Hannes Vogel.

Kuratorin: Nicole Seeberger, Wiss. Mitarbeiterin, Bündner Kunstmuseum

Öffentliche Führungen durch  „V I D E O“
An den Donnerstagen, 28. Juni und 5. Juli, jeweils 18 Uhr

Bewegtes Bild. Workshop mit Zilla Leutenegger  in „V I D E O“
Für Kinder und Jugendliche von 12 bis 16 Jahren
24. Juli, 14 bis 17 Uhr (Anmeldung erforderlich)

Einführung für Lehrpersonen
6. Juni, 17 bis 19 Uhr, Anmeldung erforderlich

LOS. Vaclav Pozarek. Library of Sculpture, 2012
Ausstellungsansicht (Grundriss für Library of Sculpture)
Ausstellungsansicht (Grundriss für Library of Sculpture)
Ausstellungsansicht (Stehpulte und Arbeiten auf Papier)
Ausstellungsansicht (Stehpulte und Arbeiten auf Papier)
Ausstellungsansicht (Postkartentische und Logoentwürfe)
Ausstellungsansicht (Postkartentische und Logoentwürfe)
Ausstellungsansicht (Büchergestelle)
Ausstellungsansicht (Büchergestelle)

LOS
Vaclav Pozarek. Library of Sculpture

Bündner Kunstmuseum Chur, 18. Februar bis 6. Mai 2012

Die Villa Planta, in der sich heute das Bündner Kunstmuseum befindet, wurde einst als privates Wohnhaus gebaut. Ausgehend von der ehemaligen Nutzung dieses Hauses hat das Bündner Kunstmuseum den in Bern lebenden Künstler Vaclav Pozarek eingeladen, hier sein Kunstprojekt „Library of Sculpture“ (LOS) einzurichten und den vormals privaten Charakter der Räume mit seiner persönlichen Sammlung zur Geschichte der Skulptur neu zu bestimmen.

Der 1940 geborene Künstler ist vor allem durch sein skulpturales Werk bekannt geworden. Dieses verbindet konstruktivistische und konzeptuelle Elemente mit einem Bezugssystem, das die allzu strenge Logik und Systematik spielerisch auflöst. Weniger bekannt ist sein grossartiges Archiv über Skulptur von der Antike bis zur Gegenwart, das im Zentrum der Ausstellung im Bündner Kunstmuseum steht und hier erstmals präsentiert wird. Vaclav Pozarek hat diese umfangreiche Sammlung über viele Jahre zusammengetragen. Sie stellt nicht nur seine eigene Kunst in einen grösseren Rahmen, sondern eröffnet ein eigentliches „musée imaginaire“ der Bildhauerei.

Für die „Library of Sculpture“ baut Vaclav Pozarek im ersten Stock der Villa Planta eine grossräumige Bibliothek mit allen dazugehörigen Einrichtungen. Seine skulpturalen Möbel fügen sich zu einer raumgreifenden Installation. Auf Regalen, Tischen, Lesepulten und Sockeln breitet der Künstler seine Sammlung an Büchern und Fotografien aus. Parallel dazu zeigt er eigene Arbeiten aus diesem Kontext sowie Modelle und Zeichnungen zu einer fiktiven Institution, die ganz der Bildhauerei gewidmet ist. Darin offenbart sich ein umfassender Skulpturbegriff, der gegensätzliche Haltungen und Ausdruckssprachen zusammenführt und damit der Moderne mit ihren klaren Ordnungen und Wertvorstellungen widerspricht und ihr ein offenes Referenzsystem entgegenhält.

Zur Ausstellung erscheint ein Buch mit zahlreichen charakteristischen Köpfen aus der Geschichte der Bildhauerei – in Vaclav Pozareks radikal subjektiver Sichtung. Ein Beiheft mit Bildern und Essays dokumentiert die Hintergründe seiner einzigartigen Künstlerbibliothek.

                                                                                                  Stephan Kunz

Gleichzeitig:

Neuhängung der Sammlung
Das Bündner Kunstmuseum verfügt in seiner Sammlung über Werke aus allen Bereichen der bildenden Kunst vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Es sind vorwiegend Arbeiten von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern sowie von internationalen Kunstschaffenden mit Bezug zu Graubünden. Im Zusammenhang mit der Einrichtung der „Library of Sculpture“ in der Villa Planta wird die Sammlung neu gehängt und in einer repräsentativen Auswahl zusammen mit Neuerwerbungen präsentiert.

Gewebe. Zeichnungen aus der Sammlung
Ausgehend von Ernst Ludwig Kirchners Teppich-Entwurf „Das Leben“ zeigt das Bündner Kunstmuseum erstmals grössere Bestände an Zeichnungen und Arbeiten auf Papier aus der eigenen Sammlung und verwebt dabei Werke verschiedener Zeiten und Themen verschiedener (Lebens-)Zusammenhänge.

 

Vernissage
Freitag, 17. Februar, 18 Uhr

Publikation
LOS. Vaclav Pozarek. Library of Sculpture, mit Texten von Stephan Kunz und Max Wechsler, Zürich: Scheidegger & Spiess, 128 Seiten, ca. 85 Abbildungen, CHF 48.- / CHF 40.- für BKV-Mitglieder. (Nach der Ausstellung CHF 54.-)

Öffentliche Führungen durch die „Library of Sculpture“
An den Donnerstagen, 23. Februar, 8. März, 29. März, 19. April , 26. April, 3. Mai, jeweils 18 Uhr

Vortragsreihe im Rahmen der Ausstellung „Library of Sculpture“
in Zusammenarbeit mit der Kantonsbibliothek Graubünden

Jan-Andrea Bernhard: Bibliotheken in Bündner Patrizierhäusern: Repräsentationsmittel der Adligen, oder Arbeitsmittel der Gelehrten?
Donnerstag, 8. März, 19 Uhr

Dorothée Bauerle-Willert: Aby Warburgs Bibliothek: ein Laboratorium kulturwissenschaftlicher Bildgeschichte
Donnerstag, 15. März, 19 Uhr

Iso Camartin: Die Bibliothek von Babel. Die wirklichen und die erträumten Bücher des Jorge Luis Borges
Donnerstag, 19. April, 19 Uhr

Max Wechsler: Das Museum John Soane in London
Donnerstag, 26. April, 19 Uhr

Susanne Bieri: Dem Künstlerarchiv verschrieben: «… Darin alles was sonst mit Worthen gegeben auch den Augen vorgestellet wird»
Donnerstag, 3. Mai, 19 Uhr

 

Kinderateliers in der „Library of Sculpture“

Atelier I für Kinder von 6 – 8 Jahren, 2. Mai, 14 bis 16 Uhr
Atelier II für Kinder von 9 – 12 Jahren,9. Mai, 14 bis 16 Uhr
Atelier rumantsch, ils 23 da matg, da las 14 fin las 16

Kinderateliers in „Das Leben. Zeichnungen aus der Sammlung“

Atelier I für Kinder von 6 – 8 Jahren, 14. März, 14 bis 16 Uhr           
Atelier II für Kinder von 9 – 12 Jahren, 28. März, 14 bis 16 Uhr
Atelier rumantsch, ils 4 d‘avrigl, da las 14 fin las 16

Einführung für Lehrpersonen in beide Ausstellungen
7. März, 17 bis 19 Uhr, Anmeldung erforderlich

 

Mit Unterstützung der Boner Stiftung für Kunst und Kultur