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Download des Jahresprogramms 2010 als PDF
Jahresprogramm 2010 (PDF)

Bündner Kunstmuseum
Postplatz
CH–7000 Chur
Tel. ++41 81 257 28 68
Fax ++41 81 257 21 72
E-mail: info(at)bkm.gr.ch

Öffnungszeiten
Montag geschlossen
Di–So 10–17 Uhr

Archiv Ausstellungen 2010

Director's Choice. Die andere Jahresausstellung, Plakat 2010
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Director's Choice 
Die andere Jahresausstellung 

Bündner Kunstmuseum Chur, 11. Dezember bis 30. Januar 2011

Video zur Ausstellung

Nach zehn Jahren, als zum Anlass des 100jährigen Bestehens des Bündner Kunstvereins die Ausstellung «Kunst, die wir lieben» gezeigt wurde (2000), wird die traditionelle Jahresausstellung wieder einmal ausgesetzt. Ausnahmsweise fällt nicht eine Jury die Entscheide und wählt unter den eingereichten Arbeiten aus, sondern der Direktor konzipiert in eigener Verantwortung eine Ausstellung aktueller Bündner Kunst und lädt dazu die Künstler und Künstlerinnen mit ausgewählten Arbeiten ein.

Die Auswahl des Direktors folgt einem einfachen, aber strikten Konzept. Gezeigt werden mit der Ausnahme von Alberto Giacometti Werke von zehn Künstlern und Künstlerinnen aus Graubünden, die der Direktor während langer Zeit gefördert, gezeigt und mit manchen Publikationen vermittelt hat: Elisabeth Arpagaus, Guido Baselgia, Markus Casanova, Hans Danuser, Corsin Fontana, Gaspare O. Melcher, Stephan Schenk, Gaudenz Signorell, Not Vital und Hannes Vogel. Diese zeichnen sich durch ein konstantes, konsequentes Schaffen aus und treiben ihre Intentionen während vielen Jahren, sogar Jahrzehnten beharrlich voran. Die meisten Ausstellenden sind zudem mit einer Generation verknüpft, die ihre Fundamente bereits während der 1980er Jahre legte. Der mitunter retrospektive Charakter der Ausstellung ist deshalb bewusst und verweist auf den hohen Stellenwert, der diesen Künstlern innerhalb der Sammlung des Bündner Kunstmuseums zukommt – ein dezidiertes Plädoyer, das auch die für die Kunst aus Graubünden charakteristische Polarität von «Welt» und «Heimat» reflektiert.

Eröffnung
Freitag, 10. Dezember 2010, 19 Uhr

Öffentliche Führungen
An den Donnerstagen, 16. Dezember, 6. und 20. Januar, jeweils 12.30 – 13.30 Uhr, mit Dr. Beat Stutzer

Parallelausstellung "Kopf oder Zahl"
www.sandra-romer.ch  
www.luciano-fasciati.ch

Konzert
22. Januar 2011, 19.30 Uhr
"Herzgewächse" - Ein Streichquartett der kammerphilharmonie graubünden spielt Werke von Haydn und Mendelssohn

Publikation
Director’s Choice.  Die andere Jahresausstellung, mit Texten von Beat Stutzer, Leporello, acht Seiten, 11 Abbildungen, CHF 5.-

Einführung für Lehrpersonen
15. Dezember, 17 bis 19 Uhr. Anmeldung erforderlich

Wir sind Künstler
Museumspädagogische Führungen auf Anfrage für alle Schulstufen, jeweils mittwochs und donnerstags

Kinderateliers
Atelier I
Für Kinder von 6 – 8 Jahren. 12. Januar 2011, 14 bis 16 Uhr.

Atelier II
Für Kinder von 9 – 12 Jahren. 19. Januar 2011, 14 bis 16 Uhr.

Atelier rumantsch
26 da schaner 2011, da las 14 fin las 16

Bianca Brunner. Gap in the Real, Plakat 2010
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Bianca Brunner
Gap in the Real

Bündner Kunstmuseum Chur,  8. Oktober bis 21. November 2010

www.biancabrunner.com

Mit der ersten Einzelausstellung von Bianca Brunner stellt das Bündner Kunstmuseum eine junge Künstlerin vor, die sich durch ihre eigenständige und erfrischende fotografische Arbeit auszeichnet. Als Preisträgerin des Manor-Kunstpreises Chur erhält Brunner neben der Museumspräsentation auch die Möglichkeit, erstmals ein Buch zu ihrem Schaffen zu publizieren. Der Manor-Kunstpreis ist einer der bedeutendsten Preise für junge KünstlerInnen, der in der Schweiz verliehen und entsprechend breit wahrgenommen wird.  

Bianca Brunner (*1974 in Chur) hat nach ihrer Ausbildung in Graphik und Visual Design in Zürich, am London College of Communication den Bachelor in Fotografie absolviert. 2007 schloss sie ihr Masterstudium am Royal College of Art in London ab. Bereits 2005 wurde sie für die viel beachtete, vom Musée de l’Elysée organisierte Wanderausstellung ReGeneration. 50 photographers of tomorrow ausgewählt. In der kurzen Zeit ihres Schaffens war Brunner bereits an Ausstellungen in Grossbritannien, Italien, Belgien, Deutschland, Spanien, USA und China beteiligt. Neben einigen englischen Preisen (z.B. The Worshipful Company of Painter-Stainers Prize for Photography, London) wurde Brunner in der Schweiz 2008 von der Kulturförderung Graubünden ausgezeichnet.

Die Fotografien von Bianca Brunner zeigen Objekte und Szenerien, die so nicht in der Welt anzutreffen sind, es aber doch einmal gegeben haben muss. Die Fotos sind inszeniert und treiben ein subtiles Spiel mit einer entscheidenden Eigenschaft dieses Mediums: seiner Evidenz. Brunners Bilder bestechen überdies durch eine Präzision, die von der reduzierten Komposition bis zu den sorgfältigen Abzügen reicht und über die Authentizität der klassischen, analogen Fotografie verfügen. Trotz der objektivierenden Wiedergabe sind die dargestellten Objekte und Situationen aber schwer fassbar, da sie lediglich modellhaft auf die Wirklichkeit verweisen. Die vermeintlich flächige Leerstelle in Bildern wie «Sky» erweisen sich als überbelichtete, dreidimensionale Formen, die an reale Behausungen erinnernden «Uninhabitable Objects» als rein fiktive Konstrukte. Brunners Bildfindungen beruhen jedoch stets auf Erinnerungen an alltäglich Wahrgenommenes, denen die Künstlerin über lange Zeit in prozesshaften Versuchsanordnungen nachspürt und deren Stimmung sie in ihren Fotografien widerhallen lässt. Auf diese Weise erzeugt sie in ihren eigenständigen Bildwelten einen spannungsvollen Zustand zwischen objektiver Abbildhaftigkeit und inszeniertem Konstrukt, zwischen Authentizität und Fiktion sowie zwischen dem dargestellten Gegenstand und seinem assoziativen Potenzial.

                                                                       Katharina Ammann

Vernissage und Preisübergabe
Donnerstag, 7. Oktober 2010, 18.00 Uhr

Begrüssung:
Beat Stutzer
Einführung: Katharina Ammann
Überreichung des Manor-Kunstpreis Chur:
Pierre-André Maus

Rundgang mit Bianca Brunner
Freitag, 8. Oktober, 12.30 Uhr

Öffentliche Führungen
An den Donnerstagen, 28. Oktober, 18. November, jeweils 12.30 Uhr

Konzert
Samstag, 6. November, 19.30 Uhr
Close the gap - Werke für Viola Solo / kammerphilharmonie graubünden

Langer Samstag
Samstag, 13. November, 13.00 und 15.30 Uhr
Kurzführungen mit Katharina Ammann

Einführung für Lehrpersonen
Mittwoch, 27. Oktober, 17.00 bis 19.00 Uhr

Museumspädagogische Führungen
Auf Anfrage für alle Schulstufen, jeweils mittwochs und donnerstags

Kinderateliers
Atelier I (Alter 6 bis 8), 27. Oktober, 14.00 bis 16.00 Uhr
Atelier II (Alter 9 bis 12), 3. November, 14.00 bis 16.00 Uhr
Atelier rumantsch, ils 10 da november, da las 14 fin las 16

Publikation
Bianca Brunner. Gap in the Real, herausgegeben von Katharina Ammann, mit Beiträgen von Katharina Ammann, Brian Dillon und Tan Wälchli, Scheidegger & Spiess, Zürich, 2010, 80 Seiten, 26 Abbildungen
CHF 38.- / CHF 30.- für BKV-Mitglieder

Die Ausstellung und die Herausgabe der Publikation haben mit Beiträgen ermöglicht: 
Manor AG, Maus Frères SA
Stanley Thomas Johnson Stiftung
Kulturförderung der Stadt Chur
Stiftung Lienhard-Hunger

FOTO SZENE GR. Albert Steiners Erben, Plakat 2010
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FOTO SZENE GR
Albert Steiners Erben

Bündner Kunstmuseum Chur, 19. Juni bis 12. September 2010

www.fotoszene.gr.ch  Video zur Ausstellung

Das Projekt FOTO SZENE GR des Bündner Kunstmuseums (BKM) reflektiert das reiche fotografische Schaffen in und aus Graubünden und ist als längerfristige Recherche angelegt, bestehend aus einer Webseite, Ausstellungen und einem Magazin. Die erste Ausstellung und die erste Ausgabe des Magazins laufen unter dem Thema Albert Steiners Erben.

Albert Steiners Erben als Überschrift für eine Ausstellung zum zeitgenössischen Fotoschaffen in Graubünden ist programmatisch und provokativ. Denn um Albert Steiner (1877-1968), der wie kein anderer das fotografische Bild des Bergkantons geprägt hat, kommt man als Bündner Fotografin oder Fotograf nicht herum. Mit seinen Landschaftsfotografien zwischen 1910 und 1930 setzte Steiner einen hohen technischen wie ästhetischen Massstab. Bis heute spielt die analoge Perfektion und der dokumentarische Ansatz eine zentrale Rolle, wie die Arbeiten von Guido Baselgia (*1953), Thomas Popp (*1966) oder Stephan Schenk (*1962) belegen. Auch die Auseinandersetzung mit der Landschaft bleibt ein dominantes Thema, wenn auch in höchst unterschiedlicher Ausprägung: analytisch bei Hans Danuser (*1953), surreal bei Florio Puenter (*1964) und gesellschaftskritisch bei Jules Spinatsch (*1964). Gaudenz Signorell (*1950) wiederum überschreitet mit seiner Behandlung von Motiv und Medium die Grenze zur Malerei. Diesen etablierten Bündner Fotografen werden einige jüngere Positionen gegenübergestellt: die des performativ arbeitenden Gaudenz Metzger (*1980), die inszenierten Fotografien von Corinne Rusch (*1973), Ester Vonplons (*1980)  assoziative Dokumentationsreihen oder die Installation des Künstlerduos Goran Galić / Gian-Reto Gredig (1976/1977).

Der punktuelle Rückblick auf historische Fotografenpersönlichkeiten wie Adolphe Braun, Andrea Garbald, Romedo Guler Elizabeth Main, Emil Meerkämper, Josef Rauch, Albert Steiner u.a. erlaubt, das aktuelle Fotoschaffen in Graubünden auf mögliche Traditionslinien, auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu untersuchen. Die Auswahl dieser Fotografen beruht auf Gesprächen und Archivbesuchen mit einzelnen Künstlern, die sich spezifisch für historische Positionen interessieren. Dabei stand nicht eine chronologische Rekonstruktion der Fotografiegeschichte Graubündens im Zentrum, sondern die persönlichen Affinitäten und Beziehungen zum visuellen Erbe einer besonderen kulturellen Region. Auf dieser Grundlage stellt FOTO SZENE GR auch die Frage, wie eine künstlerische Szene entsteht, was sie ausmacht und ob heute von einer Bündner Fotoszene die Rede sein kann. Zu diesem Ziel wird die Webseite www.fotoszene.gr.ch lanciert, die über die Ausstellung hinaus als Kontextdatenbank und Informationsplattform zur Bündner Fotografie dienen wird. 
                                                                                          Katharina Ammann

KünstlerInnen 
Guido Baselgia, Hans Danuser, Goran Galić / Gian-Reto Gredig, Gaudenz Metzger, Thomas Popp, Florio Puenter, Corinne L. Rusch, Stephan Schenk, Gaudenz Signorell, Jules Spinatsch, Ester Vonplon
Adolphe Braun, Jean Gaberell, Andrea Garbald, Romedo Guler, Carl Anton Lang, Elizabeth Main, Emil Meerkämper, Christian Meisser, Andreas Pedrett, Josef Rauch, Anton Reinhardt, Othmar Rutz, Albert Steiner

Eröffnung
Freitag, 18. Juni, 19.00 Uhr

Begrüssung    Dr. Beat Stutzer, Direktor
Einführung      Dr. Katharina Ammann, Konservatorin/Projektleitung

Festina mit Speis und Trank

Podiumsgespräche
Überschätzter Übervater? – Albert Steiner und die Fotografie aus Graubünden
Mit Guido Baselgia, Peter Pfrunder, Florio Puenter und Jules Spinatsch moderiert von Walter Keller
Mittwoch, 23. Juni, 19.15 Uhr

Kunst und Kommerz? – Fotografie zwischen Auftragsarbeit und freier Kunst
Mit Goran Galić/Gian-Reto Gredig, Raymond Meier und Ester Vonplon moderiert von Patrick Frey
Donnerstag, 9. September, 19.15 Uhr

Führungen
Donnerstags, 12.30 – 13.30 Uhr
1. und 29. Juli, 5. und 19. August, 2. September

Themenführungen
Kunst zum Mittag. Eine Bildbesprechung zu Florio Puenter, Lej da Segl, 2009
Donnerstag, 24. Juni, 12.30 – 13.00 Uhr

Ein Rundgang mit Stephan Schenk und Katharina Ammann mit Schwerpunkt auf Fotogeschichte und Technik
Donnerstag, 15. Juli, 12.30 – 13.30 Uhr

Katharina Ammann spricht mit Hans Danuser  über sein Werk und seine Entdeckung des Bergeller Fotografen Andrea Garbald (1877-1958)
Donnerstag, 26. August, 12.30 – 13.30 Uhr

Museumspädagogik
Einführung für Lehrpersonen
18. August, 17.00 – 19.00 Uhr

Klick! Fotografie damals und heute
Museumspädagogische Führungen für alle Schulstufen auf Anfrage.

Kinderateliers – Fotografieren mit der Künstlerin Ester Vonplon und der Museumspädagogin Alexa Giger
25. August, 14.00 – 16.00 Uhr (6-8 Jahre)
8. September, 14.00 – 16.00 Uhr (9-12 Jahre)
Atelier rumantsch, il 1. da settember, da las 14 fin las 16

Magazin
FOTO SZENE GR. Albert Steiners Erben, herausgegeben von Katharina Ammann, mit Texten von Katharina Ammann und Nicole Seeberger, Benteli Verlag, Bern – Sulgen – Zürich, 2010, 80 Seiten, ca. 80 Abbildungen
CHF  28.- (CHF 20.- für Mitglieder des Bündner Kunstvereins)

Das Bündner Kunstmuseum dankt für die grosszügige Unterstützung
Alfred Richterich Stiftung
Ars Rhenia - Stiftung zur überregionalen Förderung von Kunst und Kultur
Boner Stiftung für Kunst und Kultur
Willy Muntwyler-Stiftung St. Moritz

Giovanni Giacometti. Farbe im Licht, Plakat 2010
Giovanni Giacometti. Farbe im Licht
Plakat 2010
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Giovanni Giacometti. Farbe im Licht

Bündner Kunstmuseum Chur, 27. März bis 24. Mai 2010

Giovanni Giacometti (1868–1933) aus Stampa gehört neben Ferdinand Hodler, Cuno Amiet und Félix Vallotton zu den führenden Schweizer Künstlern, die zwischen Impressionismus, Postimpressionismus und Fauvismus die wesentlichen Neuerungen der Moderne aufgenommen und weiterentwickelt haben. Von seinem herausragenden Schaffen geht eine enorme koloristische Kraft aus. Obwohl  er wesentliche Beiträge zur Erneuerung der Schweizer Malerei im frühen 20. Jahrhundert leistete und innerhalb der Entwicklung moderner Malerei als eine bemerkenswerte Persönlichkeit von internationalem Rang gilt, wird seine Kunst jedoch nach wie vor oft  unterschätzt.

Mit über 70 Gemälden aus Museums- und Privatbesitz ist den Fokus ganz auf die geniale, vibrierende Lichtorchestrierung von Giovanni Giacometti gerichtet. Es ging dem Künstler primär um die Wiedergabe und die Intensivierung der Licht- und Farbwirkung, die er durch das Nebeneinandersetzen von Pinselstrichen mit ungemischten, oft komplementär gesetzten Farben erreichte. Die Aussichten auf die Berge und die Panoramen des Bergells und des Oberengadins sind weitgehend in gleissendes Licht getaucht.

Giovanni Giacometti aus Stampa, Graubünden, besuchte ab 1886 in München die Kunstgewerbeschule. Während der Ausbildung lernte er Cuno Amiet kennen, mit dem er eine lebenslange Freundschaft pflegte. Mit Amiet zog er 1888 nach Paris, bis ihn Geldmangel 1891 zur Rückkehr ins Bergell zwang. Giacometti lernte dann Giovanni Segantini kennen, der sein Mentor wurde. 1900 heiratete Giacometti und liess sich in Borgonovo nieder, wo 1901 der Sohn Alberto als erstes von vier Kindern geboren wurde. Bald überwand Giovanni Giacometti in der Auseinandersetzung mit den französischen Vorbildern den Einfluss Segantinis. Durch die künstlerische Emanzipation fand er zu seinem Stil. Auf Einladung der Künstler der «Brücke» stellte er 1908 in Dresden aus. 1912 nahm er an der Ausstellung des Sonderbundes in Köln teil. Noch im gleichen Jahr feierte Giacometti  im Kunsthaus Zürich einen grossen Erfolg.

Mehr als zehn Jahre nach der Retrospektive in den Museen von Winterthur, Lausanne und Chur von 1996/97 wird Giovanni Giacomettis Schaffen nun unter besonderem Blickwinkel neu gesehen und vermittelt.

Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Monografie, die das Schaffen des Künstlers unter dem besonderen Blickwinkel seines Umgangs mit dem Licht untersucht und es im Umfeld seiner internationalen Malerkollegen verortet. Über 150 Abbildungen und vier Essays namhafter Kunstwissenschaftlerinnen und Kunsthistoriker vermitteln die zentralen Elemente von Leben und Werk.

Eröffnung
Freitag, 26. März 2010, 19 Uhr
Begrüssung: Mag. Phil.Barbara Gabrielli, Leiterin Amt für Kultur
Einführung: Dr. Beat Stutzer, Direktor Bündner Kunstmuseum

Öffentliche Führungen
An den Donnerstagen, 8., 15., 22. und 29. April, 6. und 20. Mai, jeweils 12.30 – 13.30 Uhr.

Einführung für Lehrpersonen
7. April, 17 bis 19 Uhr. Anmeldung erforderlich

Kinderateliers

Atelier I
Für Kinder von 6-8 Jahren. 7. April, 14 bis 16 Uhr

Atelier II
Für Kinder von 9-12 Jahren. 14. April, 14 bis 16 Uhr

Atelier rumantsch
19 da matg, da las 14 fin las 16

Die Ausstellung und die Herausgabe der Publikation, die in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bern entstanden, haben mit Beiträgen ermöglicht:

Graubündner Kantonalbank
Kulturförderung des Kantons Graubünden

Anny Vonzun (1910-1990), Pesage, 1949, Öl auf Leinwand, 46 x 33 cm
Anny Vonzun
Pesage, 1949
Ausstellungsansicht, Die Vergessene Generation, 2010
Ausstellungsansicht
Eingang zur Ausstellung
Eingang zur Ausstellung
Ausstellungsansicht, Die Vergessene Generation, 2010
Ausstellungsansicht
Anny Vonzun (1910-1990), Graues Wetter in Amrun, 1985, Öl auf Leinwand, 46.3 x 61 cm
Anny Vonzun, Graues Wetter in Amrun, 1985

Die vergessene Generation.
Anny Vonzun zum 100. Geburtstag

Bündner Kunstmuseum Chur, 30. Januar bis 7. März 2010

Die meisten Künstlerinnen und Künstler im 20. Jahrhundert, die der figurativen Kunst stets treu blieben, gehören der so genannt vergessenen Generation an. Ungeachtet der zahlreichen Innovationen der Avantgarde, die in immer rasanterem Tempo die Vorstellung der modernen Kunst bestimmte, prägte aber die gegenständliche Malerei während langer Zeit beim Publikum das Bild von der «wahren» Schweizer Kunst. Doch spätestens seit den 1950er Jahren, als die «Weltsprache» des Abstrakten Expressionismus für Aufregung sorgte, gerieten die gegenständlich Arbeitenden vollends ins Abseits und galten bald als rückständig – bis sie kaum noch Beachtung fanden und mehr oder weniger der Vergessenheit anheimfielen.

In diesem Jahr hätte Anny Vonzun (1910–1990) den 100. Geburtstag feiern können: Zu diesem Anlass zeigen wir eine Auswahl ihrer Werke: Landschaften, Stillleben und Porträts, die in einen aufschlussreichen Dialog treten mit Werken ihrer Zeitgenossen Otto Abt, Maria Bass, Paul Bianchi, Otto Braschler, Joos Hutter, Christian Anton Laely, Gaudenz Lütscher, Paul Martig, Leonhard Meisser, Peter Pfosi, Walter Sautter, Gustav Stettler, Etienne Tach, Ponziano Togni, Johann Wilhelm von Tscharner, Gerold Veraguth, Edgar Vital, Giacomo Zanolari und Rudolf Zender.


Vernissage
29. Januar 2010, 19 Uhr

Öffentliche Führungen
Öffentliche Führungen finden an den folgenden Donnerstagen, jeweils 12.30 Uhr, statt: 11. und 18. Februar 2010.

Buchpräsentation
Donnerstag, 25. Februar 2010, 19 Uhr
Vorgestellt wird die zweibändige Publikation: Anny Vonzun zum 100. Geburtstag / Paarkunst, herausgegeben von der Stiftung Leonhard Meisser und Anny Vonzun.

Einführung für Lehrpersonen
3. Februar, 17 bis 19 Uhr. Anmeldung erforderlich

Kinderateliers
Gemeinsam betrachten wir in der Ausstellung die Landschafts-und Porträtbilder der vergessenen Künstlerinnen und Künstler. Im Atelier gestalten wir eigene Bilder dieser Genres.

Atelier I
Für Kinder von 6-8 Jahren. 10. Februar, 14 bis 16 Uhr

Atelier II
Für Kinder von 9-12 Jahren. 17. Februar, 14 bis 16 Uhr

Atelier rumantsch
3 da mars, da las 14 fin las 16

 

Stadtgalerie Chur
Anny Vonzun: Aquarelle und Fotografien
Eine Ausstellung der Stiftung Leonhard Meisser und Anny Vonzun

6. März bis 3. April 2010
Eröffnung: Freitag, 5. März, 17 bis 18 Uhr

Galerie Luciano Fasciati
PAARKUNST (Gabriela Gerber & Lukas Bardill, Arno Hassler und Daniela Keiser, Christine & Irene Hohenbüchler, Huber.Huber, Petra Elena Köhle & Nicolas Vermot Petit-Outhenin, Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger, Wiedemann / Mettler, als Gast: Isabelle Krieg)

6. März bis 17. April 2010
Eröffnung: Freitag, 5. März, 18 bis 20 Uhr