Bündner Kunstmuseum
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CH–7000 Chur
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Fax ++41 81 257 21 72
E-mail: info(at)bkm.gr.ch
Öffnungszeiten
Montag geschlossen
Di–So 10–17 Uhr
Bündner Kunstmuseum Chur, 27. März bis 24. Mai 2010
Giovanni Giacometti (1868–1933) aus Stampa gehört neben Ferdinand Hodler, Cuno Amiet und Félix Vallotton zu den führenden Schweizer Künstlern, die zwischen Impressionismus, Postimpressionismus und Fauvismus die wesentlichen Neuerungen der Moderne aufgenommen und weiterentwickelt haben. Von seinem herausragenden Schaffen geht eine enorme koloristische Kraft aus. Obwohl er wesentliche Beiträge zur Erneuerung der Schweizer Malerei im frühen 20. Jahrhundert leistete und innerhalb der Entwicklung moderner Malerei als eine bemerkenswerte Persönlichkeit von internationalem Rang gilt, wird seine Kunst jedoch nach wie vor oft unterschätzt.
Mit über 70 Gemälden aus Museums- und Privatbesitz ist den Fokus ganz auf die geniale, vibrierende Lichtorchestrierung von Giovanni Giacometti gerichtet. Es ging dem Künstler primär um die Wiedergabe und die Intensivierung der Licht- und Farbwirkung, die er durch das Nebeneinandersetzen von Pinselstrichen mit ungemischten, oft komplementär gesetzten Farben erreichte. Die Aussichten auf die Berge und die Panoramen des Bergells und des Oberengadins sind weitgehend in gleissendes Licht getaucht.
Giovanni Giacometti aus Stampa, Graubünden, besuchte ab 1886 in München die Kunstgewerbeschule. Während der Ausbildung lernte er Cuno Amiet kennen, mit dem er eine lebenslange Freundschaft pflegte. Mit Amiet zog er 1888 nach Paris, bis ihn Geldmangel 1891 zur Rückkehr ins Bergell zwang. Giacometti lernte dann Giovanni Segantini kennen, der sein Mentor wurde. 1900 heiratete Giacometti und liess sich in Borgonovo nieder, wo 1901 der Sohn Alberto als erstes von vier Kindern geboren wurde. Bald überwand Giovanni Giacometti in der Auseinandersetzung mit den französischen Vorbildern den Einfluss Segantinis. Durch die künstlerische Emanzipation fand er zu seinem Stil. Auf Einladung der Künstler der «Brücke» stellte er 1908 in Dresden aus. 1912 nahm er an der Ausstellung des Sonderbundes in Köln teil. Noch im gleichen Jahr feierte Giacometti im Kunsthaus Zürich einen grossen Erfolg.
Mehr als zehn Jahre nach der Retrospektive in den Museen von Winterthur, Lausanne und Chur von 1996/97 wird Giovanni Giacomettis Schaffen nun unter besonderem Blickwinkel neu gesehen und vermittelt.
Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Monografie, die das Schaffen des Künstlers unter dem besonderen Blickwinkel seines Umgangs mit dem Licht untersucht und es im Umfeld seiner internationalen Malerkollegen verortet. Über 150 Abbildungen und vier Essays namhafter Kunstwissenschaftlerinnen und Kunsthistoriker vermitteln die zentralen Elemente von Leben und Werk.
Eröffnung
Freitag, 26. März 2010, 19 Uhr
Begrüssung: Mag. Phil.Barbara Gabrielli, Leiterin Amt für Kultur
Einführung: Dr. Beat Stutzer, Direktor Bündner Kunstmuseum
Öffentliche Führungen
An den Donnerstagen, 8., 15., 22. und 29. April, 6. und 20. Mai, jeweils 12.30 – 13.30 Uhr.
Einführung für Lehrpersonen
7. April, 17 bis 19 Uhr. Anmeldung erforderlich
Kinderateliers
Atelier I
Für Kinder von 6-8 Jahren. 7. April, 14 bis 16 Uhr
Atelier II
Für Kinder von 9-12 Jahren. 14. April, 14 bis 16 Uhr
Atelier rumantsch
19 da matg, da las 14 fin las 16
Die Ausstellung und die Herausgabe der Publikation, die in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bern entstanden, haben mit Beiträgen ermöglicht:
Graubündner Kantonalbank
Kulturförderung des Kantons Graubünden
Bündner Kunstmuseum Chur, 30. Januar bis 7. März 2010
Die meisten Künstlerinnen und Künstler im 20. Jahrhundert, die der figurativen Kunst stets treu blieben, gehören der so genannt vergessenen Generation an. Ungeachtet der zahlreichen Innovationen der Avantgarde, die in immer rasanterem Tempo die Vorstellung der modernen Kunst bestimmte, prägte aber die gegenständliche Malerei während langer Zeit beim Publikum das Bild von der «wahren» Schweizer Kunst. Doch spätestens seit den 1950er Jahren, als die «Weltsprache» des Abstrakten Expressionismus für Aufregung sorgte, gerieten die gegenständlich Arbeitenden vollends ins Abseits und galten bald als rückständig – bis sie kaum noch Beachtung fanden und mehr oder weniger der Vergessenheit anheimfielen.
In diesem Jahr hätte Anny Vonzun (1910–1990) den 100. Geburtstag feiern können: Zu diesem Anlass zeigen wir eine Auswahl ihrer Werke: Landschaften, Stillleben und Porträts, die in einen aufschlussreichen Dialog treten mit Werken ihrer Zeitgenossen Otto Abt, Maria Bass, Paul Bianchi, Otto Braschler, Joos Hutter, Christian Anton Laely, Gaudenz Lütscher, Paul Martig, Leonhard Meisser, Peter Pfosi, Walter Sautter, Gustav Stettler, Etienne Tach, Ponziano Togni, Johann Wilhelm von Tscharner, Gerold Veraguth, Edgar Vital, Giacomo Zanolari und Rudolf Zender.
Vernissage
29. Januar 2010, 19 Uhr
Öffentliche Führungen
Öffentliche Führungen finden an den folgenden Donnerstagen, jeweils 12.30 Uhr, statt: 11. und 18. Februar 2010.
Buchpräsentation
Donnerstag, 25. Februar 2010, 19 Uhr
Vorgestellt wird die zweibändige Publikation: Anny Vonzun zum 100. Geburtstag / Paarkunst, herausgegeben von der Stiftung Leonhard Meisser und Anny Vonzun.
Einführung für Lehrpersonen
3. Februar, 17 bis 19 Uhr. Anmeldung erforderlich
Kinderateliers
Gemeinsam betrachten wir in der Ausstellung die Landschafts-und Porträtbilder der vergessenen Künstlerinnen und Künstler. Im Atelier gestalten wir eigene Bilder dieser Genres.
Atelier I
Für Kinder von 6-8 Jahren. 10. Februar, 14 bis 16 Uhr
Atelier II
Für Kinder von 9-12 Jahren. 17. Februar, 14 bis 16 Uhr
Atelier rumantsch
3 da mars, da las 14 fin las 16
► Stadtgalerie Chur
Anny Vonzun: Aquarelle und Fotografien
Eine Ausstellung der Stiftung Leonhard Meisser und Anny Vonzun
6. März bis 3. April 2010
Eröffnung: Freitag, 5. März, 17 bis 18 Uhr
► Galerie Luciano Fasciati
PAARKUNST (Gabriela Gerber & Lukas Bardill, Arno Hassler und Daniela Keiser, Christine & Irene Hohenbüchler, Huber.Huber, Petra Elena Köhle & Nicolas Vermot Petit-Outhenin, Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger, Wiedemann / Mettler, als Gast: Isabelle Krieg)
6. März bis 17. April 2010
Eröffnung: Freitag, 5. März, 18 bis 20 Uhr